Kleintiere

Kaninchen + Co

 

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Bevor Sie ein Kleintier adoptieren, sollten Sie einiges bedenken. Für welches Kleintier sind Sie der richtige Halter, passt ein Kaninchen oder doch eher ein Hamster zu Ihnen? Hier ist eine kleine Checkliste, die Ihnen erste Denkanstöße geben soll. Natürlich kann auf so begrenztem Raum nicht alles erzählt werden, was wissenswert ist. Aber wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich doch einfach an uns! Wir beraten Sie gerne!

 

Was erwarten Sie von Ihrem Kleintier?

Viele Hamster, Kaninchen, Chinchillas oder Meerschweinchen werden für kleine Kinder "angeschafft". Hartnäckig hält sich der Glaube, dass ein Käfigtier für Kinder der ideale Einstieg ins Leben mit Haustieren sei. Das Kind wünscht sich vielleicht einen Hund zum Kuscheln und Toben, aber die Eltern glauben, dass das Kind zunächst einmal durch die Pflege eines Kleintieres zeigen sollte, dass es wirklich Verantwortung für die Pflege eines Tieres übernehmen kann. Als ob die Pflege eines Kleintieres weniger aufwendig oder wichtig als die Pflege eines Hundes oder einer Katze sei... Wenn Sie also ein Tier suchen, für das Ihr Kind die Verantwortung übernehmen soll und kann, sind Sie mit einem Kleintier möglicherweise gar nicht gut beraten. Außerdem sind einige Kleintierarten überhaupt nicht so, wie sich ein Kind sein Haustier wünscht. Hamster und Chinchillas beispielsweise schlafen tagsüber und werden erst abends richtig aktiv, wenn das Kind ins Bett sollte. Mäuse sind für "manchmal" etwas grobe Kinderhände ungeeignet. Kaninchen sind zuweilen recht eigenwillig und gar keine Schmusetiere. Und es sieht zwar niedlich aus, wenn Junior ein Meerschweinchen durch die Wohnung trägt und auch mal auf dem Couchtisch herumlaufen lässt, aber das Tier kann sich bei Stürzen sehr übel verletzen. Ihnen sollte bewusst sein, dass einige Kleintiere praktisch gar nicht für Kinder geeignet sind, sondern eher zum Beispiel für berufstätige Menschen, die abends gerne ihren Chinchillas beim Sandbaden zuschauen. Und auch die Tierarten, an denen ein Kind seine Freude haben kann, sind auf jeden Fall so pflegeaufwendig, dass immer ein Erwachsener die Verantwortung für die Versorgung des Tieres übernehmen muss. Wenn Sie also gerne Mäusen ein abwechslungsreiches Terrarium einrichten und die Tiere dabei beobachten, wie sie Gänge buddeln, dann wäre ein solches Tier bei Ihnen sicherlich gut aufgehoben. Wenn Sie aber glauben, mit einem einsamen Meerschweinchen im Käfig Ihrem Kind eine echte Alternative zum eigentlich gewünschten Hund oder Pony bieten zu können, sollten Sie besser auf die Adoption eines Kleintieres verzichten.
Die Pflegeanforderungen von Kleintieren sind so vielfältig wie die Art der Kleintiere. Generell sollten Sie jedoch wissen, dass Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und Chinchillas Gruppentiere sind und deshalb in Einzelhaltung seelisch verkümmern. Sie sollten daher diese Tiere immer mindestens paarweise halten. Übrigens: Ein Kaninchen mit einem Meerschweinchen zusammen zu halten, ist sicherlich besser, als nur ein Tier im Käfig sitzen zu lassen. Aber es ist nicht ideal, da sich beide Tierarten Gesellschaft von Artgenossen wünschen und ein artfremdes Tier die Einsamkeit nur erleichtert, aber nicht beendet. Hamster hingegen sind für gewöhnlich Einzelgänger und brauchen daher keine Gesellschaft.

Welche Pflichten kommen auf Sie zu?

Kleintiere werden leider meist in viel zu kleinen und oft ungenügend ausgestalteten Käfigen gehalten. Hier finden Sie einige Beispiele für wirklich artgerechte Käfige für verschiedene Tierarten. Grundsätzlich gilt: je größer und abwechslungsreicher, desto besser! Die Tiere sollten täglich die Möglichkeit bekommen, auch einmal die Welt außerhalb des Käfigs zu erkunden. Kaninchen und Meerschweinchen lieben es, im Sommer auch im Garten oder auf dem Balkon herumstromern zu dürfen - allerdings muss sichergestellt sein, dass die Tiere weder entlaufen können noch irgendwelchen Verletzungsgefahren ausgesetzt sind!
Für die verschiedenen Kleintierarten wird im Zoohandel Fertigfutter angeboten. Hier sollte man bedenken, dass viele dieser Futtersorten ziemlich energiereich sind und deshalb nicht zu viel gefüttert werden darf, damit die Tiere nicht verfetten. Zusätzlich sollte man täglich ausreichend Frischfutter anbieten.
Die Käfige der Tiere müssen täglich gereinigt werden, was je nach Tierart auch unterschiedlich zeitaufwendig sein kann.
Auch Kleintiere können einmal krank werden und müssen dann zum Tierarzt. Bitte bedenken Sie, dass die Tierarztkosten schnell über dem "Anschaffungswert" des Tieres liegen können. Wenn Sie nicht bereit sind, für Ihren Liebling Tierarztkosten zu übernehmen, sollten Sie sich kein Tier ins Haus holen!
Schließlich müssen wir Sie noch darauf hinweisen, dass sich verschiedene Kleintierarten vermehren "wie die Karnickel"... Sie sollten deshalb in jedem Fall bei Ihrem Haustier Geburtenkontrolle betreiben.

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Diese Frage ist relativ schwer zu beantworten. Zum Beispiel variieren schon die Anschaffungskosten erheblich: von € 0,-- (bei einem Meerschweinchen aus einem ungewollten Wurf beim Nachbarn, der froh ist, das Tier loszuwerden) bis zu € 75,-- für ein Chinchilla. Sie sollten sichergehen, dass Sie ein gesundes Tier aufnehmen. Ein gepflegtes, kastriertes und milbenfreies Kaninchen aus dem Tierschutzheim "spart" Ihnen unter Umständen eine Menge Tierarztkosten, ein milbenbefallenes Tier aus einer schlechten Zoohandlung kann dagegen einige Folgekosten ins Haus bringen...
Dann die Ausstattung: Käfig und Einrichtung, Futter- und Wassernapf... da kommt schon etwas zusammen. Wenn Sie gerne basteln, können Sie auch selbst einen Käfig bauen, der natürlich dann perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Tieres abgestimmt sein kann..
Und die laufenden Kosten: Das Fütterchen will eingekauft werden (hier sollte man schon auf hochwertige Produkte achten, die sparen wieder Tierarztkosten...) und regelmäßig muss die Einstreu des Käfigs erneuert werden.
Wie gesagt, Kosten kommen auf Sie zu, aber es ist unmöglich vorherzusagen, in welchem Ausmaß!

Warum sollten Sie jetzt überhaupt noch ein Kleintier haben wollen?

Wenn Sie sich gründlich überlegt haben, dass auch Kleintiere Arbeit machen und man viel Zeit in die Tiere investieren muss, wenn Sie bereit sind, zusammen mit Ihrem Kind die Versorgung und Pflege der Tiere zu übernehmen oder wenn Sie Spaß daran haben, Kleintiere bei ihrem täglichen Leben zu beobachten, dann kommen Sie doch einfach einmal bei uns vorbei. Hier finden Sie unter verschiedenen Kleintierarten vielleicht genau den richtigen Hausfreund!

 

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