Käfigbeispiele

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Hier sehen Sie ein paar Beispiele für Käfige, wie sie für verschiedene Kleintierarten sein sollten. Auf den Bildern sind auch immer Tiere im Käfig zu sehen, so dass man eine Vorstellung von den Käfiggrößen bekommt. Die Bilder stammen aus den Informationsbroschüren des
Schweizer Tierschutz (STS).

Mäuse und Rennmäuse (Gerbils) freuen sich über phantasievoll eingerichtete Käfige. Baumwurzeln, Steine, Höhlen und ähnliches bieten den Tieren ein abwechslungsreiches Terrain, in dem sie auch klettern können. Eine Abdeckung sollte der Käfig allerdings haben, um Ausbruchsversuche zu vereiteln . Die Einstreu sollte sehr hoch eingefüllt werden, damit die Mäuse darin Gänge buddeln können. Wenn der untere Teil des Käfigs aus Glas ist, kann man die Tiere wunderbar bei ihrem täglichen Leben beobachten - "Big Brother" für Tierfreunde, sozusagen...

Genau wie die Mäuse lieben auch Hamster tiefe Einstreu, um darin ganze Höhlensysteme zu buddeln. Durch Äste, Röhren und andere Kletter- und Versteckmöglichkeiten wird der Käfig zusätzlich interessant gemacht. Auch ein winzig kleiner Hamster freut sich über reichlich Platz. Wenn man das Futter dann nicht einfach nur in den Käfig stellt, sondern an verschiedenen Stellen auslegt und versteckt, wird dem Tier sicher nicht so schnell langweilig und es kann auf das monotone Laufrad verzichten!

Diese beiden Tierarten haben sehr ähnliche Anforderungen an ihre Käfige. Deshalb können sie auch zusammen in einer Behausung gehalten werden, sollten aber nicht nur artfremde Käfiggenossen haben. Die Einstreu muss im Kaninchen- und Meerschweinchenkäfig nicht sehr tief sein, man kann auch zusätzlich eine Lage Zeitungspapier unter die Streu legen, damit anfallende Flüssigkeit aufgesaugt wird. Der Käfig sollte viele Versteckmöglichkeiten bieten, damit die Tiere nicht in Stress geraten.  Anders als auf dem Bild gezeigt,  empfehlen wir die Käfigwände in der oberen Hälfte nicht aus Glas, sondern Gitter (zum Beispiel "Kaninchendraht") anzufertigen, damit der Käfig gut durchlüftet wird. Außerdem sollte der Käfig überdacht sein, denn einige Kaninchen sind hervorragende Kletterkünstler.

Ratten möchten klettern. Sie brauchen deshalb unbedingt einen "mehrstöckigen" Käfig,  der mit sehr viel Phantasie eingerichtet ist. Ratten sind sehr intelligent und brauchen deshalb nicht nur die Möglichkeit, sich körperlich zu beschäftigen. Auch Denksport- aufgaben schätzen sie sehr. Das Futter sollte man nicht einfach hinstellen, sondern die Tiere dazu animieren, sich ihr täglich Brot zu erarbeiten. Ein Geheimtipp zur Käfigeinrichtung: aus einem alten T-Shirt eine Hängematte basteln!

Sie sehen so ähnlich aus wie Ratten, deshalb werden Degus manchmal auch "Trugratten" genannt. Allerdings sind sie eher mit den Chinchillas verwandt und haben putzige kleine Pinselchen am Schwanzende. In freier Wildbahn leben Degus in riesigen Gruppen von mehreren hundert Tieren. Deshalb ist es Tierquälerei, einen Degu alleine zu halten. Er sollte immer die Gesellschaft von zwei oder drei Artgenossen haben. Man kann ungewollten Nachwuchs ganz einfach dadurch vermeiden, dass man nur gleichgeschlechtliche Tiere zusammen hält oder die Männchen bei Erreichen der Geschlechtsreife kastrieren lässt.  Degus sind tagaktiv. Sie buddeln gerne kleinen Höhlen, deshalb sollte in ihrem Gehege eine dicke Schicht Einstreu sein. Degus klettern aber auch sehr gerne. Darum sollte das Gehege mehre Ebenen haben, die über Kletteräste verbunden sind. Auch ein Sandbad (mit Chinchilla-Sand) muss für die Fellpflege immer bereit stehen. 

 

 

 

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